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  • Autorenbildbastian

Über wilde Trüffel und wilde Schweine

Wir haben Sommertrüffel aus dem Ausland mit gebracht bekommen, da es trotz der mittlerweilen guten Trüffelvorkommen in Deutschland leider verboten ist sie zu suchen und zu sammeln

Die unterirdisch wachsenden Trüffel haben sich für ihre Vermehrung und Verbreitung komplett an die Wildschweine angepasst, denn durch ihr nach innen gefaltetes Wachsen, können sie ihr Sporenpulver gar nicht mehr selbst abgeben, sondern scheiden gezielt Duftstoffe aus (Dimethylsulfid), die die Wildschwine instinktiv suchen, ausbuddeln, die Knollen verzehren und die unverdaulichen Pilzsporen mit einer Portion Extradünger an einem entfernten Ort wieder ausscheiden. Dort wachsen sie dann als Mykorizza-Pilzmyzel in Symbiose mit Eichen, Hasel und vielen weiteren Strauch- bzw. Baumarten. Dem (Wild-)Schwein muss man im Gegensatz zum Trüffelhund das Pilze suchen also nicht erst beibringen… Da die Wildschweine auch viele Hirschtrüffel (falsche Trüffel) fressen und diese das radioaktive Cäsium vom Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 anreichern, sind Wildschweine die letzten Wildtiere, die in manchen Gegenden noch 137Cs belastetes Fleisch haben können und darauf getestet werden, bevor ihr Fleisch in Umlauf gebracht wird.

Der gehobelte Sommertrüffel auf unserer Pasta ist übrigens weiß im inneren, weil et noch relativ jung und das Sporenpulver dem entsprechend noch nicht reif ist, dem entsprechend ist er auch noch nicht ganz so geschmackvoll. Um den feinen Geschmack frischer Trüffel hervor zu heben, gibt es zwei einfache Tips: viel Öl/Fett verwenden (Geschmacksträger) und ja nicht zu heiß erhitzen! Trotzdem sind wir alle vom künstlichen Aroma in Trüffelöl und Trüffelsalz so fehlgeprägt, dass wir echten, frischen Trüffel kaum noch zu würdigen wissen #cleaneating #wildschwein




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